Ausgebohrte Schrauben am Sägegriff

Sägeblatt und Sägegriff trennen

Bei älteren Handsägen sind die Griffe gerne mit Nieten befestigt. Bei diesem Fuchsschwanz sind beide Nietköpfe rund, so dass sich der Griff nicht gewaltfrei lösen lässt – aufbohren ist angesagt. Hier zeige ich, wie ich die Schraubnieten herausbohre.

Zu Beginn habe ich die Mittelpunkte der Nietköpfe angekörnt, um mit dem Bohrer nicht vom runden Kopf abzurutschen. Dann habe ich die Säge unter der Bohrmaschine fixiert und sogleich mit einem 2mm-Bohrer angefangen zu bohren. Das ging schonmal schief: nach gut einem Zentimeter war der Bohrer ab. Hmmm, tja. Auf Anhieb fiel mir erstmal nichts ein, wie ich den HSS-Bohrer-Rest dort wieder rausbekommen würde, daher habe ich mich zunächst mit der anderen Niete befasst. Mit einem 3mm-Bohrer und dann einem 4mm-Bohrer klappte das auch ganz gut. Als der Nietkopf sich schließlich vom seinem Gewinde löste und sich mit dem Bohrer drehte, war das Senkloch schnell verkohlt. Klares Zeichen für zwei Dinge: Erstens habe ich nicht schnell genug Andruck und Drehzahl rausgenommen. Zweitens muss ich das Gewinde doch einigermaßen mittig getroffen haben – die Hülsenmutter auf der anderen Seite saß schon locker und fiel fast von selbst heraus.

Zurück zum ersten Nietkopf: Einfach mit einen stärkeren Bohrer aus dem gleichen Stahl hinterherbohren schien mir nicht erfolgversprechend. Ich habe es daher von der anderen Seite probiert. Glücklicherweise war ich mit dem abgebrochenen Bohrer noch nicht allzu tief gelangt; unglücklicherweise war er bei der mißglückten Bohrung aus der Bahn geraten, saß nun schief im Gewinde und hielt es so im Holz fest. Mit schlichter Gewalt habe ich auch dieses Problem lösen können. Was ich daraus gelernt habe: Niemals mit dem härteren Bohrerstahl ausbohren, immer mit dem weicheren beginnen und einen härteren Satz zur Hand haben.

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